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Ratgeber · Jobs

Als Pflegekraft arbeiten in Österreich 2026: Alle Infos

Österreich hat einen der größten Pflegebedarfe Europas — und sucht dringend qualifizierte Pflegekräfte. Dieser Ratgeber zeigt, wie der Pflegearbeitsmarkt aufgebaut ist, welche Anstellungsformen es gibt, was Pflegekräfte verdienen und wie ausländische Pflegekräfte schnell Fuß fassen.

Veröffentlicht: Jänner 2026 · Aktualisiert: Mai 2026

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Der österreichische Pflegearbeitsmarkt 2026

Österreich braucht bis 2030 schätzungsweise 75.000 zusätzliche Pflegekräfte. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich — das stärkt die Verhandlungsposition von Pflegekräften erheblich. Besonders gefragt: 24h-Personenbetreuung, Heimhilfe und mobile Pflege.

500.000+

Pflegebedürftige in Österreich

75.000

Fehlende Pflegekräfte bis 2030

ca. 60.000

Beschäftigte in der 24h-Betreuung

Anstellungsformen im Überblick

1

Angestellt (Sozialorganisation)

Fixer Dienstvertrag bei Rotes Kreuz, Caritas, Volkshilfe etc. Kollektivvertrag SWÖ regelt Gehalt und Rechte. Sozialversicherung automatisch.

2

Selbstständig (§159 GewO)

Gewerbeschein als Personenbetreuer/in. Ideal für 24h-Betreuung. Eigene SVS-Beiträge, Buchführungspflicht ab bestimmter Grenze. Höchstes Einkommenspotential.

3

Freier Dienstvertrag

Mittelweg: wie angestellt, aber ohne Vollversicherung. Für projektartige oder stundenweise Betreuung.

Ausländische Pflegekräfte in Österreich

Ca. 60–70 % der 24h-Personenbetreuer/innen in Österreich kommen aus Osteuropa (Slowakei, Rumänien, Polen). EU-Bürger/innen können sofort arbeiten. Nicht-EU-Bürger/innen benötigen eine Arbeitsbewilligung (Red-White-Red Card oder Rot-Weiß-Rot Karte plus). Diplome werden über das Gesundheits-Berufsregister (GBR) anerkannt.

Häufige Fragen

Wie finde ich Arbeit als Pflegekraft in Österreich?

Möglichkeiten: Bewerbung bei Sozialorganisationen (Rotes Kreuz, Caritas, Volkshilfe, Wiener Hilfswerk), AMS-Stellenbörse, Stellenportale (karriere.at, jobs.at), oder — als selbstständige Kraft — Registrierung auf Matching-Plattformen wie pflegematch AT für direkte Klientenanfragen.

Werden ausländische Pflegediplome in Österreich anerkannt?

Ja, aber es gibt ein Anerkennungsverfahren: EU-Diplome werden über das Gesundheits-Berufsregister (GBR) anerkannt (meist unkompliziert). Nicht-EU-Diplome benötigen ein individuelles Anerkennungsverfahren beim Gesundheitsministerium, ggf. mit Ausgleichsmaßnahmen (Prüfung oder Praxis). Für die Personenbetreuung (§159 GewO) ist kein Diplom, nur ein Grundkurs nötig.

Was verdient eine Pflegekraft in Österreich?

Heimhilfe: €1.700–2.200 netto/Monat. Pflegeassistenz: €1.900–2.400 netto. DGKP: €2.400–3.200 netto. Selbstständige 24h-Personenbetreuung: €2.000–3.500/Monat netto. Gehälter sind in Wien und Vorarlberg tendenziell höher als in anderen Bundesländern.

Selbstständig oder angestellt als Pflegekraft — was ist besser?

Angestellt bietet Sicherheit: fixes Gehalt, Krankenstand, Urlaub, automatische Sozialversicherung. Selbstständig bietet Freiheit und höheres Einkommenspotential, erfordert aber eigene SVS-Beiträge und Buchhaltung. Für 24h-Personenbetreuung ist Selbstständigkeit die Norm und meist einkommensstärker.

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